
Die aktuelle INTEGRAL-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen zeigt deutliche strukturelle Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei Einkommen, finanzieller Sicherheit und Vermögensaufbau. Finanzielle Unabhängigkeit zählt für 90 Prozent der Menschen in Österreich zu den wichtigen Lebenszielen. Frauen starten jedoch mit spürbar schlechteren Rahmenbedingungen: Der Gender Pay Gap beträgt 18,3 Prozent, die geschlechtsspezifische Pensionslücke liegt bei 40,3 Prozent. Gleichzeitig leisten Frauen 62 Prozent der unbezahlten Arbeit. Das hat im Alter klare Konsequenzen. Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank.
„Was wir auch sehen, ist, dass nach dem aktiven Erwerbsleben auch in der Pension diese Lücke, dieser Gender Pension Gap, noch einmal relevanter wird. Und hier sprechen wir bereits von 40,3 Prozent. Weibliche Altersarmut ist ein sehr großes Thema, mit dem wir nach wie vor konfrontiert sind. Und warum ist das so. Unter anderem auch, weil nach wie vor 62 Prozent der unbezahlten Care-Arbeit, auch hier basierend auf den Zahlen von 2023, von Frauen ausgeübt wird.“
Finanzielle Unsicherheit wirkt sich spürbar auf die mentale Gesundheit aus:
90 Prozent der Frauen sagen, dass Geldsorgen ihre psychische Belastung erhöhen (Männer: 87 Prozent). Der Wunsch nach Orientierung ist entsprechend hoch: 78 Prozent der Frauen vertrauen bei Anlageentscheidungen ihrer Bankberaterin oder ihrem Bankberater, und damit deutlich mehr als KI-basierten Empfehlungen (nur 9 Prozent vertrauen). Trotzdem ist bei Frauen das Sparbuch noch immer die beliebteste Sparform.
„Warum ist es eher das Sparbuch, warum sind es nicht die Wertpapiere, die genutzt werden...