
Die Neurologie erlebt gerade einen tiefgreifenden Wandel: Künstliche Intelligenz, Big Data und Hightech-Diagnostik verändern Diagnostik und Therapie. Die technologische Dynamik verändert die ärztliche Rolle. Erfahrung, Verantwortung und Empathie bekommen eine neue Bedeutung. Fortschritt soll nicht nur Prozesse optimieren, sondern Prävention stärken, die Versorgungsqualität erhöhen und den Menschen konsequent in den Mittelpunkt stellen. Die neuen digitalen Entwicklungen haben zweifellos Potenzial, die Lebensqualität unzähliger Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg R. Weber, Präsident der ÖGN und Vorstand der Neurologie im Klinikum Klagenfurt:
“?Game Changer in Neurologie für die KI werden sicher Bildanalyse-Systeme sein, da haben wir schon Beispiele Rapid-KI zum Beispiel, wo man schnell Schlaganfälle analysieren kann, sie auch einer großen Personengruppe zur Verfügung stellen kann. Das wird das ganz eindeutig beschleunigen. Eine spannende Frage wird sein, wie sich auch personalifizierte Devices, ich sage nur die Smartwatch zum Beispiel, in dieses Konzept integrieren lassen. Das ist in erster Linie ein regulatorisches Thema, dass das medizinisch geht, das zeigen uns Daten aus Amerika ganz klar. Ich glaube, das ist ein Punkt, der wichtig ist und es gibt noch einen, den ich erwähnen möchte, das ist der edukative Faktor: Die KI-App-Anwendungen fördern auch den Austausch untereinander und dieser edukative Bereich, den unterschätzt man, weil er am wenigsten sichtbar ist, der glaube ich auch eine ganz, ganz wesentliche Rolle spielt.
Wie KI bereits konkret in der Versorgung eingesetzt wird, zeigt ein Beispiel aus der Steiermark: Auf Initiative der Universitätsklinik für Neurologie Graz unter der Leitung von Univ...