
Seit dem 25. März 2026 arbeitet die E-Control mit dem Vorstandsduo Alfons Haber und Michael Strebl. Die ersten gemeinsamen Monate waren von geopolitischen Unsicherheiten, schwankenden Großhandelspreisen und neuen gesetzlichen Aufgaben geprägt. Durch das Elektrizitätswirtschaftsgesetz hat die Regulierungsbehörde zusätzliche Möglichkeiten zur Krisenvorsorge und Marktaufsicht erhalten. Stromlieferanten müssen geeignete Absicherungsstrategien für ihre Beschaffung einrichten und – abhängig von der Zahl ihrer Kundinnen und Kunden – ihre Widerstandsfähigkeit gegen Preisschocks in regelmäßigen Stresstests nachweisen. Die dafür vorgesehene Verordnung wurde am 9. Juli beschlossen und tritt im September in Kraft. Neben der Stabilität der Lieferanten beobachtet die E-Control auch, wie sich die Entwicklungen auf die Preise für Haushalte auswirken. Trotz der angespannten internationalen Lage sind die Strompreise für Bestandskundinnen und Bestandskunden zuletzt weitgehend stabil geblieben. Dipl.-Ing. Mag. Michael Strebl, Vorstand der E-Control:
„Der durchschnittliche Bestandskundenpreis für Strom ist relativ konstant zwischen 13 und 14,5 Cent die kWh netto. Der war in den vergangenen Jahren natürlich schon einmal höher bei 23 Cent zu Beginn im Jahre 2023 und ist dann schrittweise runtergegangen auf sechzehn Cent, und jetzt sind wir eben bei dreizehn bis vierzehn Cent. Vor der Energiekrise war dieser gewichtete Durchschnittspreis bei ungefähr acht Cent. Allerdings, man sieht schon auch sehr deutlich abseits dieses gewichteten Durchschnittspreises: Es gibt günstige Stromprodukte, die sind derzeit für zehn Cent beziehungsweise knapp über zehn Cent noch zu haben. Das heißt also, wenn ich einen durchschnittlichen Kunden hernehme mit einem Verbrauch von ungefähr dreitausendfünfhundert Kilowattstunden, dann habe ich eine Ersparnis von drei bis vier Cent je kWh...