
Klein- und Mittelunternehmen prägen die österreichische Wirtschaft: Rund 604.100 Betriebe zählen zu dieser Gruppe, sie beschäftigen 2,46 Millionen Menschen und erwirtschaften 56 Prozent der heimischen Wertschöpfung. Für die aktuelle KMU-Studie von Erste Bank und Sparkassen hat IMAS International 900 Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen zwei und 50 Millionen Euro befragt. Die Interviews fanden zwischen Ende Februar und Ende März statt. Die Studie ist repräsentativ nach Bundesländern, Branchen und Unternehmensgröße. Gerda Holzinger-Burgstaller, CEO der Erste Bank Oesterreich:
„Wir sehen eine Verschiebung von punktuellen Themen oder sehr akuten Themen hin Richtung strukturellen Themen. Und das ist es, was auch die Unternehmerinnen und Unternehmer aus meiner Sicht zu Recht umtreibt, dass sie sagen: ‚Wie kann ich heute den Grundstein dafür legen, dass ich in zehn Jahren noch wettbewerbsfähig bin?‘ Wie kann ich strukturell Energiekosten günstig in den nächsten Jahren beziehen, damit ich erfolgreich agieren kann? Das Gleiche gilt für Personalkosten, Arbeitskräftemangel. Es geht weniger in den Gesprächen, die wir geführt haben, und das bestätigt auch diese Studie, um genau diesen einen Arbeitsplatz heute. Aber es geht natürlich darum: Wir haben einen demografischen Wandel vor uns. Das ist vielen Unternehmerinnen und Unternehmern sehr bewusst. Das heißt: Wie finden wir die Talente der Zukunft? Wir haben auch das Thema bei den Herausforderungen: Regulatorik und Bürokratie. Das würde ich jetzt sagen, ist so ein bisschen ein Dauerbrenner. Überall gibt es Bestrebungen, hier entgegenzuwirken, zu entbürokratisieren, zu vereinfachen. Ist das aber schon angekommen, diese Vereinfachung und Entbürokratisierung bei den Unternehmerinnen und Unternehmern? Nein, noch nicht...