
Der Austrian Health Report 2026 untersucht heuer erstmals im Detail, welche Rolle das Geschlecht bei Gesundheit und medizinischer Versorgung in Österreich spielt. Gefragt wurde unter anderem nach persönlichen Erfahrungen mit Ärztinnen und Ärzten, psychischer Belastung und den Erwartungen an das Gesundheitssystem. Die Ergebnisse sollen zeigen, an welchen Stellen Frauen und Männer unterschiedlich betroffen sind. Marco Pucci, Country President Sandoz Österreich:
„Der Austrian Health Report liefert uns etwas, was für gesundheitspolitische Entscheidungen unverzichtbar ist, und zwar belastbaren Daten darüber, wie die Österreicher ihre Gesundheit und unser Gesundheitssystem erleben und was sie von einer zukunftsfähigen Versorgung auch erwarten. Es zeigt, wo Zugang gelingt, wo Lücken bestehen und wo sich die Menschen mehr Verlässlichkeit, Leistbarkeit und eine Versorgung wünschen, die ihre unterschiedlichen Bedürfnisse ernst nimmt.“
Besonders deutlich werden die Unterschiede bei Erfahrungen während einer medizinischen Behandlung. Frauen berichten wesentlich häufiger von negativen Erlebnissen beim Arztbesuch. Auch das Vertrauen darauf, dass geschlechterspezifische Unterschiede bei der Behandlung berücksichtigt werden, ist bei ihnen geringer. Barbara Haid, Präsidentin des Österreichischen Bundesverbands für Psychotherapie:
„44 Prozent der Frauen berichten zumindest gelegentlich erlebt zu haben dass ihre Schmerzen, egal ob das körperliche Schmerzen sind oder psychische Schmerzen, nicht ernst genommen werden. 44 Prozent der Frauen im Vergleich zu 23 Prozent der Männer. Also ist es bei Frauen fast doppelt so oft dieses Gefühl nicht ernst genommen zu werden...