
Sparen ist den Österreicherinnen und Österreichern so wichtig wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit darüber, wie viel Geld tatsächlich zur Seite gelegt werden kann. Das zeigt die aktuelle Sparstudie von Erste Bank und Sparkassen, für die das Meinungsforschungsinstitut IMAS mehr als 1.300 Menschen in Österreich befragt hat. Im Durchschnitt legen die Sparenden 306 Euro pro Monat zurück, um 14 Euro weniger als im Vorjahr. Besonders auffällig ist, wie stark die Zufriedenheit mit dem eigenen Sparbetrag langfristig zurückgegangen ist. Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende Erste Bank Oesterreich:
„Wenn man hier wirklich sich vor Augen hält die Entwicklung über zehn Jahre, sehen Sie, dass inflationsbereinigt eigentlich der Betrag sich nicht verändert hat zum Jahr 2016. Er stagniert sozusagen. Was sich aber verändert hat, und das durchaus signifikant, ist die Zufriedenheit mit diesem Sparbetrag. Sie sehen eigentlich den gleichen Betrag 2016. Hier sehen Sie eine Zufriedenheit von über 50 Prozent. 52 Prozent der Menschen waren zufrieden mit diesem Betrag im Jahr 2016. Jetzt sind nur mehr 34 Prozent, rund ein Drittel der Befragten, zufrieden mit diesem Betrag, den sie sparen können.“
Die finanziellen Möglichkeiten sind allerdings sehr unterschiedlich verteilt. Ein Drittel der Bevölkerung gibt an, dass am Monatsende überhaupt kein Geld zum Sparen übrig bleibt. Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen können im Durchschnitt erheblich weniger Geld zurücklegen als Männer. Holzinger-Burgstaller:
„Unverändert über all die Jahre zeigt sich klarerweise eine deutliche Differenz zwischen Männern und Frauen...