Jeder zweite Österreicher mit
chronischen Schmerzen, hat diese infolge unzureichender Behandlung. Dieser
Zusammenhang ist eines der Themen am 13. Internationalen Wiener
Schmerzsymposium von heute bis zum 2. März in Wien. Ziel der Schmerzmedizin ist
es, Menschen oftmals unnötige Schmerzen zu ersparen, wie O. Univ. Prof. DDr.
Hans-Georg Kress, Vorstand der Abt. für spezielle Anästhesie und
Schmerztherapie Med. Uni Wien erklärt.
„Wir wissen heute, dass postoperativer Akutschmerz für chronische Schmerzen verantwortlich sein kann. Wir haben unsere Patienten gar nicht gefragt, ob sie vielleicht früher eine Operation hatten. Wir nehmen viele Schmerzen als gegeben hin."
Für die Schmerzbehandlung nach einer Operation stellt Kress eine Innovation vor. Mit „Ionsys" kann sich der Patient selbst eine Dosis Schmerzmittel verabreichen und muss nicht auf das Krankenhauspersonal warten. So kommt es zu einer wesentlich effektiveren Schmerzbekämpfung. Optisch erinnert es an ein Pflaster, kann aber viel mehr, wie Kress bestätigt.
„Ein normales Schmerzpflaster braucht Stunden bis es wirkt, weil die Substanz langsam abgegeben wird. Das neue System erreicht seine Wirkung in Sekunden, weil der Wirkstoffe durch ein elektrisches Feld in den Körper gepresst wird."
Doch auch außerhalb des Spitals ist Schmerzbehandlung ein Thema...