In vielen Produkten ist weniger drin, als auf der Verpackung steht. Die Füllmengen werden oft drastisch unterschritten, das bedeutet, dass Konsumenten jährlich um Millionen Euro zu viel bezahlen. Unterbefüllung kommt einer versteckten Preiserhöhung gleich. Ein Preisvergleich ist daher kaum möglich. Bei einigen Produktgruppen werden die Konsumenten übers Ohr gehauen, weiß Johann Maier, Vorsitzender des Konsumentenschutzausschusses.
„Ganz weit vorne sind jedes Jahr Blumenerde, Torf und verpacktes Fleisch, Obst und Gemüse. Besonders schockierend ist, dass Mineralölprodukte auch Spitzenreiter sind. Bei Heizöllieferungen bekommen Konsumenten meist weniger als sie bezahlen".
Die Konsumenten sind hilflos: vor dem Kauf können sie in der Regel nicht feststellen, ob die gekaufte Nennfüllmenge auch tatsächlich enthalten ist. Das nutzen viele Unternehmen aus, sie kassieren durch Unterfüllung ihrer Produkte bei den Konsumenten ab, ohne eine wirkliche Sanktion befürchten zu müssen...