Ein österreichweites, günstiges Jahresticket für den öffentlichen Verkehr nach dem Vorbild der Bundesländer Wien, Vorarlberg und Tirol – das fordern die Grünen heute, Montag, und üben gleichzeitig Kritik an der Umwelt- und Verkehrspolitik der rot-schwarzen Regierung. Zur Verantwortung gezogen werden vor allem ÖVP-Umweltminister Andrä Rupprechter und SPÖ-Verkehrsminister Jörg Leichtfried, die laut den Grünen die Eindämmung von CO2-Ausstoß im Verkehr vernachlässigen. In anderen Sektoren konnte Österreich zwar den Treibhausgasausstoß senken, im Verkehrsbereich ist dieser laut Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen, aber so hoch wie in den 1990er Jahren und damit nicht konform mit den Zielen des Klimaabkommens von Paris. Die Grünen sehen daher dringenden Handlungsbedarf im Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie in der allgemeinen Leistbarkeit von Öffis. Sie fordern ein österreichweit gültiges Ticket, das ähnlich wie in Wien, Vorarlberg und Tirol funktionieren soll. Georg Willi:
„Wir haben in Österreich beim öffentlichen Verkehr in Wahrheit zwei Geschwindigkeiten. Das Land ist geteilt in die drei Bundesländer Wien, Vorarlberg und Tirol, wo es für alle Gruppen günstige Tickets gibt [im Vergleich zu den anderen Bundesländern, Anmk.]. Der große Block sind die 365 Euro, beziehungsweise 490 Euro für die durchschnittlich Erwerbstätigen. Dann haben wir die SeniorInnen, die nur in diesen drei Bundesländern ganz günstige Tickets zwischen 125 und 256 Euro bekommen. Wir haben die Gruppe der Studierenden, die in diesen drei Bundesländern besonders günstige Tickets haben. Und dann haben wir noch die WenigverdienerInnen. Diese bekommen Tickets zwischen knapp 200 und 250 Euro. Das gibt es in den anderen Bundesländern nicht...