Irmi Salzer tritt für die Grünen als Kandidatin für die Nationalratswahl an und präsentierte heute an der Seite von Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek ihren Wahlkampfschwerpunkt: fairen Handel. Während sich das Hauptthema des Wahlkampfs um die Flüchtlingspolitik und das Schließen diverser Routen dreht, will Salzer die Fluchtursache an der Wurzel bekämpfen:
"Das Routenschließen ist zu einem Thema gemacht worden. Wenn wir aber ehrlich zu den Wählern und Wählerinnen sind wird durch ein Schließen von irgendwelchen Routen das Problem höchstens verlagert, nicht aber an der Wurzel bekämpft. Ich stehe hier für eine radikale Politik, im Sinne von Radix, lateinisch für Wurzel, die Probleme an der Wurzel packen. Natürlich können wir den Wählern und Wählerinnen auch nicht vorgaukeln, dass wir da kurzfristig eine Änderung der Situation herbeiführen können. [...] Es ist absurd und es ist auch eine Wählertäuschung, wenn man glaubt, dass man durch Maßnahmen wie das angebliche Schließen der Mittelmeerroute die Situation langfristig verbessern kann."
Salzer meint, die Freihandelsabkommen der letzten Jahre zwischen der EU und Afrika sind nicht auf Augenhöhe ausformuliert und zwingen Afrika Grenzen abzubauen und sich der europäischen Marktdominanz auszuliefern. Dies führt dazu, dass lokale Märkte einbrechen während europäische Konzerne und eine afrikanische Elite profitiert. Salzer nimmt es sich zur Aufgabe hier dagegenzukämpfen:
"Ich werde mich im Nationalrat dafür einsetzen, dass es eine demokratisch kontrollierte und eine faire Handelspolitik gibt, dass Österreich dies in Brüssel einfordern muss und dass dieser faire Handel nicht wie jetzt ein Wettlauf nach unten, sondern ein Wettlauf nach oben ist...