Der extreme Hitzesommer hat dem Weinjahrgang 2017 nicht geschadet. Das erklärt der Präsident des österreichischen Weinbauverbandes, Johannes Schmuckenschlager, heute im Rahmen einer Pressekonferenz. Auch die teilweise schweren Hagelunwetter haben dem Wein laut Schmuckenschlager nichts anhaben können. Er zeigt sich nach dem sehr schwierigen Weinjahr 2016 - der Spätfrost hatte sich massiv auf die eingebrachte Weinmenge ausgewirkt - erleichtert:
„Aufgrund der trockenen und heißen Witterung erwarten wir eine sehr frühe Lese. Wir werden zehn bis 14 Tage früher dran sein. Die Trockenheit hat natürlich zur Folge, dass heuer nicht ganz so viel Wein gekeltert wird. Wir gehen von rund 2,3 Millionen Hektoliter aus. Das ist eine leicht unterdurchschnittliche Ernte. Es kann sich, wenn kein Regen mehr kommt, auch noch weiter nach unten drehen, aber ungefähr in diesem Bereich werden wir sein. Die Winzer erwarten sich sehr vollmundige, reife Weine - schön harmonisch - und vor allem auch bei den Rotweinen sehr gehaltvolle, kräftige Weine. Da werden schon ein paar Granaten dabei sein.“
Neben dem heißen Sommer ist dafür ein, für den Wein witterungsmäßig fast optimales Frühjahr verantwortlich. Der Sommer brachte zwar vor allem seichtgründige Weingärten und junge Anlagen, die noch nicht so gut verwurzelt sind wie ältere, an ihre Belastungsgrenze. Durch Bewässerung und weinbautechnische Maßnahmen konnte aber Schlimmeres verhindert werden. Johannes Schmuckenschlager über die Herausforderung des Weinjahres 2017:
„Das Weinjahr 2017 hat uns am Anfang mit dem Spätfrost sehr stark geschockt. Da sind wir aber mit einem blauen Auge davongekommen...