Die Grünen haben heute ihr Umweltprogramm präsentiert und fordern neben einem Ausbau der erneuerbaren Energien auch ein eigenes Umwelt- und Klimaschutzministerium. Das Jahr 2016 war das heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen 1880, dennoch wird die Thematik von anderen Problemen überschattet. Rund ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen wurden in Europa produziert. Langsam setzt sich eine Gegensteuerung durch und Österreich wird in diesem Zusammenhang häufig zu den Vorreitern gezählt. Ein Irrtum, wie Ulrike Lunacek, Spitzenkandidatin der Grünen, aufzeigt:
"Im Schnitt der gesamten Europäischen Union ist es gelungen, die CO2-Emissionen im Verhältnis zu 1990 um 24% zu senken. In Österreich sind sie in den letzten Jahren aber sogar angestiegen im Vergleich zu 1990. Das ist ein Skandal. Da darf niemand mehr davon reden, dass wir hier Vorreiter sind. Im Gegenteil, wir sind hier hinten nach. Was die Bundesregierung nicht versteht ist, dass das alte Geschäftsmodell, Wirtschaft schlägt Umwelt, ausgedient hat, dass es Österreich und auch den Unternehmen schadet. Wir Grünen wollen das ändern.“
Die Autoindustrie als Schlüsselfigur befindet sich derzeit global in einem Transformationsprozess, Elektroautos gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Grünen sehen in Brennstoffmotoren keine Zukunft und fordern deshalb leistbare Öffis und eine klare Regelung, ab wann fossile Motoren verboten sein werden, um die Industrie darauf vorzubereiten und Arbeitsplätze zu sichern. Letztlich ergibt sich aus einem baldigen Umstieg auch die Chance, im internationalen Vergleich Vorreiter zu werden. Deshalb fordert Ingrid Felipe, Grünen Bundessprecherin und stellvertretende Landeshauptfrau Tirol:
"Wir müssen klarstellen, dass ab 2030 keine fossilen Fahrzeuge mehr zugelassen werden...