Medizinische Probleme sollen künftig durch ÄrztInnen selbst im Parlament vertreten werden – das versucht die Ärtekammer zu erreichen und stellte heute, Dienstag, MedizinerInnen vor, die gleichzeitig politisch aktiv sind. Die vorgestellten MedizinerInnen repräsentieren jeweils eine Großpartei und sprachen sich für politische Interessen von ÄrztInnen aus. Damit soll die Überparteilichkeit der Anliegen ausgedrückt werden. Zusätzlich möchte die Ärztekammer den oft auf den hinteren Listenplätzen gereihten KandidatInnen eine Möglichkeit bieten, sich der Öffentlichkeit zu vorzustellen. Dem Präsident der Ärztekammer Thomas Szekeres geht es außerdem darum, mehr Expertise über Parteigrenzen hinweg in die Politik zu bringen:
„Der Hintergrund ist, dass wir uns Fachleute wünschen, die das Gesundheitssystem weiterentwickeln, aus dem System selber kommen und auch entsprechend mitreden können, weil sie Erfahrung im Gesundheitssystem haben. Das ist uns ein besonderes Anliegen und besonders wichtig. Auch weil sehr viel Falschinformation kolportiert wird. Um nur ein Beispiel zu nennen, das auch in den Medien zu finden ist: Die Information, dass Österreich extrem viel Geld für Gesundheit ausgibt und diese Ausgaben explosionsartig steigen. Das ist schlichtweg für die letzten Jahre nicht korrekt und nicht zutreffend. Wir haben minimale Steigerungen über die Inflation und liegen bei unseren Ausgaben hinter beispielsweise Deutschland, obwohl wir ein vergleichbar gutes System haben. Also unser Wunsch ist es, dass möglichst viele Ärzte ins Parlament kommen.“
Die KandidatInnen von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Neos und Grünen bringen dabei durchwegs die persönliche Erfahrung ihres Berufsfeldes ein...