In den letzten drei Jahren hat ein österreichisches Konsortium, bestehend aus dem Institut für industrielle Ökologie, dem Joanneum Research und der Bundessparte Industrie der WKÖ, gemeinsam mit Partnern aus der Schweiz den CO2-Ausstoß des österreichischen Konsums näher beleuchtet. So wurden für rund 1000 Produktgruppen produktspezifische Lebenszyklusdaten recherchiert, die den CO2-Rucksack von Importprodukten transparenter machen. Dabei zeigt sich, dass die offizielle Treibhausgas-Inventur Österreichs aus dem Jahr 2013 um rund 60 Prozent mehr Emissionen aufweist, als bisher angenommen. In Summe steigert sich der Wert auf 130 Mio. Tonnen CO2, welche durch den österreichischen Konsum verursacht werden. Univ. Doz. Dr. Andreas Windsperger, Leiter des Instituts für industrielle Ökologie, über die Studie:
„Wir haben alle Produkte und Energien betrachtet, die in den Endkonsum gehen. Das bedeutet von Lebensmitteln über Autos, Konsumprodukte bis hin zu den Industrieprodukten. Wir haben von den Ergebnissen gesehen, dass diese Hinzunahme der Importe und das Abziehen der Exporte zu einer Erhöhung unserer Treibhausgasemissionen, die wir durch den Konsum auslösen, von 80 auf 130 Millionen Tonnen führt. Und dabei ist ein wesentlicher Teil dieser zusätzlichen 50 Millionen Tonnen, die höhere Energie-und Emissionsintensität durch im Ausland hergestellter Produkte gegenüber dem österreichischen Standort. Das genaue Quantifizieren ist relativ schwer, weil wir nicht alles in Österreich herstellen können, was wir importieren, aber maximal sind es 50 Prozent."
Die Studie zeigt, dass speziell der CO2-Rucksack von importierten Produkten ein wesentlicher Treiber der konsumbasierten THG-Emissionen von Österreich ist...