Die Zufriedenheit der ÖsterreicherInnen mit ihrer Krankenkasse ist unverändert hoch. Das zeigt eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts GfK Austria, die im Auftrag des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger in Auftrag gegeben wurde. Von 4000 Befragten Personen ab dem 15. Lebensjahr geben drei Viertel an, dass sie sehr bis eher zufrieden mit den Leistungen der Krankenkassen sind. Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, GfK Austria:
„Wenn Sie das Gesamtergebnis betrachten, sehen Sie, dass ungefähr ein Viertel der Population sehr zufrieden mit den Krankenkassen ist und dass die, die Unzufriedenheit äußern, deutlich in der Minderheit sind. Es gibt, wenn man es längerfristig betrachtet, von 2013 bis 2017 eine leicht zunehmende kritische Tendenz. Statistisch aber wahrscheinlich knapp an der Signifikanzgrenze und auch nicht weiter erstaunlich. Und zwar nicht, weil die Leistungen sich irgendwie zum Negativen verändert hätten, sondern weil das Anspruchsdenken insgesamt zunimmt und auch die kritische Haltung gegenüber Institutionen zunimmt. Das heißt, wenn man in Summe ein relativ konstantes Bild in einem solchen Zusammenhang registrieren kann, ist das an sich schon ein gutes Zeichen.“
Auf die Frage, was man sich konkret für Veränderungen im Gesundheitssystem wünscht, nennen 29 Prozent eine Stärkung bzw. den Ausbau des Sachleistungsprinzips, also die Kostenübernahme von Gesundheitsleistungen durch die Kassen. 26 Prozent wünschen sich eine Verkürzung der Wartezeiten beim Arzt oder mehr Zeit für die medizinische Beratung. Zudem wünschen sich ebenfalls 26 Prozent eine bessere flächendeckende Versorgung durch Ärzte oder medizinisches Personal...