Österreich hat nur noch eine begrenzte Menge an Treibhausgasen, die es ausstoßen darf, um das Klimaschutzabkommen von Paris zu erfüllen – das zeigt eine Studie des Wegener Centers der Uni Graz, die heute, Dienstag, von der Initiative ‚Mutter Erde‘ und Global 2000 präsentiert wurde. In der Studie wurde das weltweite Treibhausgas-Budget errechnet, also jene Menge an Treibhausgasen, die bis ins Jahr 2050 noch ausgestoßen werden darf, bei gleichzeitiger Verringerung der Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius. Österreich hat laut Studie seit dem Jahr 1800 bis heute bereits 85 Prozent dieses Budgets verbraucht. Bei Beibehaltung des derzeitigen Emissionsausstoßes wäre es bereits im Jahr 2035 komplett aufgebraucht und es dürften überhaupt keine Emissionen mehr ausgestoßen werden. Studiencoautor Karl Steininger erklärt das Ergebnis:
„Die Menge lässt sich mit physikalischen Modellen global ausrechnen. Wenn wir die zwei Grad Erwärmung nicht überschreiten wollen, wird diese Menge mit einer Zwei-Drittel-Wahrscheinlichkeit global bis in alle Zukunft bei 800 Gigatonnen CO2 gesehen. Wenn wir uns wie es in der internationalen Literatur üblich ist, zumindest hundert noch für die zweite Jahrhunderthälfte aufheben, dann haben wir 700 Gigatonnen CO2 bis zur Mitte des Jahrhunderts 2050 verfügbar. Es geht dabei nicht nur um Treibhausgas-CO2, sondern alle Treibhausgase, also N2O, Methan und F-Gase. Wenn man die noch anhand ihres Global Warming-Potentials und Treibhausgas-Potentials mitberechnet, sind es etwa tausend (Millionen Tonnen CO2-Äquivalente in Österreich, Anmk.), die wir noch bis zur Mitte des Jahrhunderts emittieren dürfen.“
Die Berechnungen zeigen, Österreich muss seinen Wirtschaftsstil so schnell wie möglich erheblich ändern...