Preise rund ums Konto sind in Österreich im EU-Schnitt am zweitgünstigsten – das ist Ergebnis der Zahlungsverkehr-Studie 2017, die die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) gemeinsam mit Capgemini Consulting durchgeführt hat. Die Erhebung vergleicht 61 Banken aus elf Ländern wie Italien, Schweiz, Deutschland, Slowakei, den Niederlanden oder Spanien. Von Österreich erhoben wurden Daten von sieben Banken. Im Vergleich zahlen österreichische KundInnen für ihr Kontopaket rund 48 Euro im Jahr für ihr Konto weniger als im EU-Schnitt üblich. Trotz der mit Jahresbeginn in Kraft getretenen Zahlungsdiensterichtlinie, die neue Anbieter und Dienstleistungen im heimischen Zahlungsverkehr brachte, bleiben die Angebote der österreichischen Banken wettbewerbsfähig, so Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherungen der WKÖ. Er sieht das Ergebnis der Studie als Entkräftigung der Kritik um Kontopreise von Konsumentenschutzseite und Österreich an der Spitze im EU-Vergleich:
„Das Ergebnis ist für die KundInnen ein erfreuliches. Beim durchschnittlichen Konto erspart sich der österreichische Privatkontokunde im Vergleich zum durchschnittlichen europäischen Kunden 48 Euro. Das ist keine Kleinigkeit. Wir liegen mit unserem Preis-Leistungs-Paket ganz an der europäischen Spitze. Es gibt ein Land, das in absoluten Zahlen geringfügig günstiger ist, nämlich die Niederlande. Dort gibt es aber eine ganz andere Preisphilosophie rund ums Konto. Auch in guten Zeiten, also ohne Negativzinsen, gibt und gab es dort keine Zinsen.“
Die neuen gesetzlichen Regelungen im Zahlungsverkehr sind laut WKÖ mit Preissteigerungen verbunden. KundInnen können diese jedoch mit Pauschalpaketen umgehen...